Nachfolge als Bekenntnis

Wollen wir eine Definition für christliche Nachfolge finden, bilden die folgenden Worte Jesu aus dem Markusevangelium 8,34–38 sicherlich eine gute Grundlage dafür:

»Und er rief die Volksmenge samt seinen Jüngern zu sich und sprach zu ihnen: Wer mir nachkommen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach! Denn wer sein Leben retten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen und um des Evangeliums willen, der wird es retten. Denn was wird es einem Menschen helfen, wenn er die ganze Welt gewinnt und sein Leben verliert? Oder was kann ein Mensch als Lösegeld für sein Leben geben? Denn wer sich meiner und meiner Worte schämt unter diesem ehebrecherischen und sündigen Geschlecht, dessen wird sich auch der Sohn des Menschen schämen, wenn er kommen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit den heiligen Engeln.«

Diese Aufforderung ist in allen drei synoptischen Evangelien nicht nur jeweils recht zentral gelegen, sondern auch eng verbunden mit Petrus Messiasbekenntnis und Jesu erster Leidensankündigung. Noch bevor wir von Nachfolge hören, haben wir es also mit Jesus Christus zu tun, mit der Person und dem Werk des Menschensohnes, insbesondere mit seinem Leidensweg, den er für seine Jünger und vor ihnen her geht.

Dieser Weg ist es, den auch seine Jünger einschlagen müssen. Jesu Appell, das eigene Kreuz zu tragen und das Leben bereitwillig um seinetwillen und um des Evangeliums willen hinzugeben, folgt die Warnung auf den Fuß, sich als Jünger für den Namen des Meisters nicht zu schämen (Mk 8,38). Jesus bindet die Begriffe Nachfolge, Hingabe, Vertrauen und Bekenntnis – es geht also unbedingt um Wahrheit und Lehre, wenn von Nachfolge die Rede ist – aufs Engste aneinander. Das eine steht und fällt mit dem anderen. Wie das Kreuz Christi das der Jünger überhaupt erst erträglich macht (siehe Mk 8,31-33), bezieht unsere Hingabe ihren Charakter und ihr Ziel nur aus dem Bekenntnis zum erniedrigten und erhöhten Menschensohn (V. 38). Im Guten wie im Schlechten spiegeln die Biografien der Gläubigen zu allen Zeiten diese Prinzipien wieder. 

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