Nachfolge im Leid

Ein Christ und ein Agnostiker haben eine angeregte Unterhaltung in einem Café. Sagt der Christ, »Was hält dich davon ab, den christlichen Glauben zu bekennen?« »Jetzt wirst du mir wohl sagen, dass Gott mich liebt und einen wunderbaren Plan für mein Leben hat«, antwortet der Agnostiker. »Ja, klar«, meint der Christ. »Und wahrscheinlich wirst du mir auch sagen, dass Gott allmächtig ist, alles nach seinem Willen herbeiführt und beherrscht, nicht wahr?« – »Äh, ja.« – »Sieh, genau da haben wir ein Problem«, sagt der Agnostiker. »Wo immer wir auch hinschauen, sehen wir Finsternis – Kriege, Hungersnöte, die die Armen Südostasiens und Afrikas heimsuchen. Aids, Krebs, Babys, die mit Hautkrebs oder Down-Syndrom geboren werden. Ein Kind, das von seinem betrunkenen Vater überfahren wird. Überall gibt es Schmerz und Tod. Deshalb kann Gott nicht gleichzeitig liebevoll und allmächtig sein. Entweder ist er allmächtig, aber nicht voller Liebe, und das ist der Grund warum das Böse in dieser Welt existiert. Oder er will das Leiden gern vernichten, weil er liebevoll ist, kann es aber nicht, weil er nicht allmächtig ist, und deshalb bleibt das Leiden in der Welt bestehen. Jedenfalls kann Gott nicht beides sein. Und weil ich keinen ›Halbgott‹ anbeten kann, komme ich zu meinem eigenen Schluss und sage: ›Ich kann von diesem Gott nichts wissen.‹«

Das Problem einer Schöpfung, die durch allerlei Übel aufs Stärkste beeinträchtigt, ja zuweilen bis zur Unkenntlichkeit verunstaltet ist, wird auch in der Bibel angesprochen. Das Leben des Hiob zum Beispiel ist gezeichnet von einer Reihe von Katastrophen. Hiob ist nach Gottes eigenem Urteil ein gerechter Mann, eine wahre Lichtgestalt seiner Zeit. Doch eines schönen Tages werden seine Kinder, sein Eigentum, Viehbestand, und letztlich auch seine Gesundheit vom Satan zerstört. Gott selbst hatte dem Bösen die Erlaubnis erteilt, seine diabolischen Pläne in die Tat umzusetzen. Nachdem sich der Staub gelegt hat, krümmt sich der gebrochene Leib Hiobs auf einem Haufen Asche und Dreck, die Haut mit schmerzhaften Geschwüren bedeckt. Da sitzt er nun, und diskutiert mit drei zweifelhaften Freunden die große Frage: »Warum?« Warum muss Hiob leiden?

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